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Freiheit im Schreiben – Warum es so befreiend ist, einfach loszuschreiben

  • Autorenbild: Jove Wunderland
    Jove Wunderland
  • 16. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. März

Manchmal denke ich, dass ich nicht frei bin. Aber wenn ich schreibe, dann spüre ich es – diese grenzenlose Freiheit.


So fühlt sich Freiheit für mich an
So fühlt sich Freiheit für mich an

Freiheit hat für mich lange etwas anderes bedeutet. Als Kind habe ich mich frei gefühlt, zu spielen ohne auf die Zeit zu achten, im Gras liegen, Wolken beobachten, träumen. Doch irgendwann kam der Ernst des Lebens.

Schule, Arbeit, Verpflichtungen.

Die Schule begann um 8 Uhr, nachmittags ging es mit Hausaufgaben weiter. Später als Arbeitnehmerin saß ich von 9 bis 17 Uhr am Schreibtisch. Ich kam nach Hause, zu müde, um mir frische Zutaten zu kaufen oder mir selbst etwas zu kochen.

Ich lebte von Wochenende zu Wochenende, ging mit Freundinnen zum Sport – nicht, weil es mir guttat, sondern weil ich dachte, dass ich „fit“ sein muss, um am Wochenende „gut auszusehen“. Und vielleicht, ja vielleicht, würde ich irgendwo auf dem Dancefloor Mr. Right begegnen.

Ich fühlte mich oft gut. Aber nicht wirklich erfüllt.

Da waren so viele Gedanken, Wünsche und Ängste in mir, die ich nicht greifen konnte. Ich funktionierte einfach. Doch zum Glück hatte ich eine Sache: Mein Tagebuch.


Schreiben ohne Regeln – Worte, die einfach fließen


Wenn ich in mein Tagebuch schrieb, war ich ehrlich. Keine schönen Sätze, keine Likes, kein Perfektionismus. Nur meine Gedanken auf Papier.

Für mich als Texterin ist Schreiben sowohl ein kreatives Werkzeug als auch meine Existenzgrundlage. Doch es gibt zwei Versionen von mir:


Die Jove, die Texte schreibt, weil es ein berufliches Ziel erfüllt.

Und die Jove, die schreibt, weil es sich anfühlt, als würde sie sich selbst auf Papier begegnen.


Schreiben ist für mich ein Ausdruck der Seele. Nicht immer schön, nicht immer geordnet – aber immer einzigartig.


Thema Freiheit im Creative Writing Workshop in Kiel


Am 5. März 2025 durfte ich gemeinsam mit Sophie im COBL Kiel einen Creative Writing Workshop zum Thema Freiheit leiten, organisiert von Storytelling Kiel.


Bevor wir zu Papier und Stift griffen, bewegten wir uns. Raus aus dem Kopf, rein in den Körper. Alltagsstress abschütteln. Den Moment spüren.


Dann setzten wir uns für zehn Minuten hin – und schrieben. Frei, ohne Ziel, ohne Erwartungen. Einfach drauflos.


Das war der Einstieg in eine 1,5-stündige kreative Schreibsession, begleitet von verschiedenen Schreibimpulsen und Inspirationen.


Wenn Schreiben zur Kopfsache wird


In dem Workshop waren auch zwei Studentinnen von der Uni Kiel dabei. Beide erzählten, dass für sie die Leichtigkeit im Schreiben durch die Schule und das wissenschaftliche Arbeiten verloren gegangen ist.

Und ich kenne das nur zu gut. Auch ich war in der Schulzeit und an der Uni total verkopft beim Schreiben. Es ging nicht darum, mich auszudrücken oder kreativ zu sein – es ging nur darum, etwas abzuliefern, das „richtig“ ist. Auch jetzt, als freiberufliche Marketing-Supporterin, schreibe ich oft mit einem klaren Ziel: Blogartikel, die viele Impressionen generieren, Texte, die kaufwillige Zielgruppen anziehen. Aber wo bleibt da die Leichtigkeit? Verkopfung pur.


Deshalb ist mein Tagebuch mein Ort, an dem ich mich fallen lassen kann. Hier gibt es keine Regeln, keine Perfektion. Meine Handschrift wird zur wilden Krakelei, meine Gedanken dürfen chaotisch sein. Ich schreibe einfach drauflos – manchmal Unsinn, manchmal große Träume, manchmal einfach nur Gejammer. Aber genau das ist es: total freeeeeeeee!


Anleitung für 10 Minuten Free Writing


Falls du Free Writing selbst ausprobieren möchtest, hier kommt die Anleitung:


  • Stell dir (für den Anfang) einen Timer auf 10 Minuten.

  • Schalte alle Benachrichtigungen auf deinem Handy und Laptop aus.

  • Stelle dir etwas leckeres zu trinken parat – ich liebe Earl Grey mit Milch.

  • Mache dir chillige Musik an (ich kann bei Lo-Fi Musik richtig gut abschalten)

  • Setz dich bequem hin, atme tief durch – und dann schreibe.


Schreib einfach, was dir in den Kopf kommt. Und wenn du einen Impuls brauchst: Was bedeutet Freiheit für dich?


Schreiben als Weg zu dir selbst

Für mich ist eine der größten Erkenntnisse: Freiheit beginnt im Kopf. Ich liebe Free Writing, weil es so befreiend ist. Keine Erwartungen, keine Regeln, kein Leistungsdruck – einfach Worte, die fließen. Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen, innere Klarheit zu finden und mich mit mir selbst zu verbinden.


Möchtest du lernen, in den Schreib-Flow zu kommen? Spielerisch und leicht? Dann buche eine private Session mit mir und entdecke die Magie des Schreibens für dich!

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Deine Jove

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